Welcher Desktop für welchen Benutzer?

Desktop-Assessment: Für jeden Anwender den richtigen Desktop-Typ finden

Zu Beginn eines Desktop-Virtualisierungs-Projekts gilt es zu klären, welche Art virtueller Desktops die beste Lösung für einen bestimmten IT-Arbeitsplatz ist. Eine Antwort auf diese Frage liefert ein so genanntes „Desktop-Assessment“.

Dabei werden für jeden Arbeitsplatz eine Reihe von Aspekten betrachtet: Welche Anwendungen benötigt der Benutzer? Wie stark soll die Benutzeroberfläche personalisiert werden? Von welchem Ort aus erfolgt der Zugriff?

Grundsätzlich lassen sich drei Arten virtueller Desktops unterscheiden:

Standard-Desktop (Shared Desktop) – Bei diesem Verfahren wird dem Anwender ein Standard-Desktop bereitgestellt. Die Benutzerumgebung ist schnell, einfach und für alle Anwender einheitlich gestaltet. Standard-Desktops werden vor allem an Büroarbeitsplätzen mit gleichartigen Aufgaben eingesetzt, beispielsweise in Call-Centern oder Banken.

Individueller Desktop (Virtuelle Maschinen) – Mit Hilfe virtueller Maschinen auf einem Server lassen sich eigenständige virtuelle Desktops einrichten, die als Services zentral verwaltet werden, aber durch ihre Benutzer personalisierbar sind. Dieser Desktop-Typ wendet sich an Nutzer mit komplexeren IT-Anforderungen wie in der Buchhaltung oder in Finanzabteilungen.

Hochleistungs-Desktop (Blade PCs) – Bei noch höheren Ansprüchen kommt die dritte, besonders leistungsstarke Variante zum Einsatz: Der Desktop wird auf einem Blade-PC im Rechenzentrum eingerichtet, dessen Prozessorleistung und Ressourcen komplett dem jeweiligen Anwender zur Verfügung stehen. Dieser Desktop bietet sich für Nutzer an, die mit rechenintensiven Anwendungen umgehen und normalerweise mit sehr leistungsfähigen Endgeräten ausgestattet sind (z.B. Konstrukteure, Software-Entwickler etc.).

Die Erfahrungen zeigt, dass individuelle Desktops auf Basis virtueller Machinen vor allem für die große Gruppe der "Knowledge Worker" geeignet sind, die in der Regel eine Vielzahl von Applikationen nutzen und sich eine personalisierte Benutzerumgebung wünschen. Je nach Branche machen diese heute 40 bis 70 Prozent der IT-Arbeitsplätze im Unternehmen aus.

In vielen Fällen wird sich ein Mix aus den drei unterschiedlichen Virtual-Desktop-Typen empfehlen. Wie sich der Mix genau darstellt, kann nur ein Desktop-Assessment ermitteln. Umfangreiches Informationsmaterial von Citrix und Citrix-Partnern hilft aber bei der Vorbereitung.